Nackenschlag mit dem Meilenstein

Der Stadtrat hat beschlossen: Volkstheater in den Viehhof!

Der Münchner Stadtrat hat am Mittwoch, 15. 6. gegen die Stimmen von FDP, HUT und Piraten den Bau des Volkstheaters auf dem Viehhofgelände beschlossen!

Das ist der von vielen Seiten gepriesene Meilenstein für die Kultur in dieser Stadt.

Der Nackenschlag für all diejenigen, die sich engagieren wollen: Mein Antrag auf Rederecht wurde durch die Stimmen von CSU und SPD angelehnt!
Eine andere Sicht von außen ist nicht erwünscht!

Man hat wohl Angst vor dem kleinen Bürgerlein!

Nur wenig später wurde allerdings in der Sitzung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements eine der üblichen Sonntagsreden gehalten: Wichtig. Gaanz wichtig!

Einige Punkte der Beschlussvorlage im Einzelnen:
Beschlossen wurde die Suche nach einem Generalübernehmer, der Bau- und Architektenleistungen übernimmt.
Beschlossen wurde die Ausdehnung des bereits vorher als monströs empfundenen Flächenverbrauchs. Keiner merkt’s, außer dem Kämmerer!
Beschlossen wurde die Reduzierung der Tiefgarage von 120 auf 60 Plätze; im Rahmen von Einsparungen.
Einsparungen, die sich in dem Sogenannten Raum- und Funktionsprogramm (RUF) mit einem Umfang von 200 Seiten verstecken. Dieses RUF ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt! So wenig, wie die 800-seitige funktionale Leistungsbeschreibung (FLB).
1000 Seiten, die die Öffentlichkeit nich zu interessieren haben!

Ein Beispiel für Einsparungen sind ca. 3,5 Mio € für Hotelkosten. In 30 Jahren!

Ein Beispiel für zusätzliche Ausgaben: Der Finanzmittelbedarf – umgangssprachlich auch „Miese“ genannt – des Volkstheaters wird dauerhaft um ca. 2,7 Mio. € steigen; pro Jahr!

Ein Beispiel für Unkenntnis, von Inkompetenz will ich nicht reden: Der kulturpolitische Sprecher der SPD gibt in seinem Vortrag die Bewerungsmatrix zur Auswahl des Generalunternehmers unrichtig wieder; Er spricht von 50% für die Architekturqualität – richtig sind 27 %.
Da hat man sich wohl nicht mal die Mühe gemacht, die Beschlussvorlage zu lesen oder gar zu verinnerlichen.

Dabei stehen einige gute und richtige Dinge drin:

Gut:
Als vermeintlich positives Beispiel für eine Generalübernehmerschaft wird das Kraftwerk Mitte in Dresden genannt. Dies ist jedoch ein gutes Beispiel für die Nachnutzung city-naher denkmalgeschützter Industriebauten: Unter Beibehaltung der alten Maschinenhalle und einiger Nebengebäude wird ein modernen Funktionsbereich integriert. Die perfekte Blaupause für die Großmarkthalle!

Noch besser:
In dem Statement des Intendanten als Anlage zur Beschlussvorlage sehnt er sich geradezu nach einer Atmosphäre wie im Schiffbau in Zürich. Was ist der Schiffbau? Eine denkmalgeschützte und kulturell nachgenutzte ehemalige Kesselschmiede von Escher-Wyss. Ebenfalls die perfekte Vorlage für ein Volkstheater in der Großmarkthalle!

Richtig:
Endlich wurde das Thema Interimsspielstätte enttabuisiert! Es wird sogar der Wirtschaftlichkeitsaspekt aufgenommen: Nach 3 Jahren kann sich das Rechnen!
Die perfekte Übergangslösung für das Volkstheater in der Großmarkthalle!

Sie sehen:
Eigentlich ist das ein Plädoyer für das Volkstheater in der Großmarkthalle.

Ach ja: Für das Viehhofkino ist nach dieser Saison Schluss! Und auch mögliche Nutzungen als Freiraum, ein von der Stadtbaurätin gehyptes Thema, sind damit vom Tisch.
Schade.

Dennoch wir „begleiten das Thema weiterhin kritisch“, um es mit abgedroschenen Politikerphrasen zu formulieren.

 

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Presseschau zum Thema Volkstheater

Am Ende des SZ-Artikels „Bauen und Sparen passt schlecht“ kommt auch das Volkstheater zur Sprache: Anfang April will der Stadtrat genaue Zahlen haben. Und: Von dem Vorbescheid “ kann man auf alle Fälle jede Menge Abstriche machen: Eine derartige Maximallösung will nämlich nicht einmal das Volkstheater selbst.“
Warum plant man dann erst so monströs?

„Die Bühne im Denkmal“ titelt die SZ vom 1.2.2016 und bezieht sich auf die Behandlung eines BV-Antrages durch den BA 2 sowie die Übergabe unserer Petition. Weiterlesen

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Unsere Petition wurde übergeben

Unsere Mitinitiatoren Gabi Duschl und Wolfgang Garella vor der Übergabe. (Foto: Siliva Haas)Am Dienstag, den 26. Januar haben wir unsere Petition an die Leiterin der Bürgerberatung des Oberbügermeisters übergeben können.
Wir gehen davon aus, dass die Meinung von mehr als 1000 Unterstützern über den OB Gehör findet und in die Diskussion um den Standort für das Volkstheater eingeht.

Weil man’s aber nicht genau weiss, wurde begleitend eine Einzelpetition an den Stadtrat gerichtet mit der Bitte, zunächst nur über das endgültige Nutzerbedarfsprogramm zu beschließen und alle weiteren Schritte zu Planung und Ausführung des Theaterbaus weiter im Planungsausschuss zu beraten.

Ein Projekt von so großem Einfluss auf die Stadtgestalt ist dort einfach besser aufgehoben.

Hier folgt der Text der Petition, die über rathaus@muenchen.de an den Stadtrat gemailt wurde:
„Sehr geehrte Damen und Herren im Stadtrat,

ich wende mich an Sie mit einer Petition zum neuen Standort für das Volkstheater,
zur Entwicklung des Viehhofgeländes und der Großmarkthalle 1.
Das Thema ist umfangreich und so besteht auch meine Bitte aus mehreren Teilen.

  1. zur Behandlung durch den Kulturausschuss:
    Bitte beschränken Sie sich auf ein endgültiges Nutzerbedarfsprogramm und
    beschließen Sie nicht über weitere Schritte zur Planung oder Ausführung des Gebäudes. Das NBP soll die Entwicklung des Geschäftsbetriebs des MVT berücksichtigen und dennoch die Grundlage für einen angemessenen Theaterbetrieb bieten.
    Seien Sie sich bewusst, dass „die Stadt“ sich „ihr Theater“ baut – wie Herr Stückl mehrfach öffentlich betont hat – , nicht der Intendant seins.
    Der Zeitplan aus der Machbarkeitsstudie wird bereits vom Kulturreferat als
    zu ambitioniert bezeichnet und so stellt sich nun die Frage, ob nicht auch die städtebaulichen Faktoren in dieser Studie eher willkürlich und mit lediglich 4% zu niedrig angesetzt sind.
  2. In Anbetracht der Auswirkungen eines Theaterneubaus auf Stadtentwicklung und Stadtgestalt möchte ich Sie bitten, im Planungsausschuss ein Konzept für die Entwicklung des Viehhofgeländes zu erarbeiten, das die Gesamtheit des Areals beinhaltet; für den Theaterneubau gibt’s einen zumindest gleichwertigen Standort.
    Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit, hier – auf einem innerstädtischen gemeindeigenen Grundstück – dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum sowie Gewerbe- und Freiflächen zu schaffen. Städtische Wohnbaugesellschaften und Genossenschaften könnten hier zum Zuge kommen.
    Mit Viehhofareal steht der ideale Platz zur Verfügung, um die Konkurrenz von Wohnen, Arbeiten und Gewerbe um geeignete Flächen aufzuheben und den Entwurf des Konzeptgutachtens Freiraum München 2030 als Leuchtturmprojekt umzusetzen.Durch den Flächenbedarf des Volkstheaters würden diese Möglichkeiten reduziert oder gar unmöglich gemacht.

  3. Da für die Nachnutzung der denkmalgeschützten Großmarkthalle noch keine Konzepte
    vorliegen, bitte ich Sie: Lassen Sie den Standort Großmarkthalle 1 für das Volkstheater untersuchen.
    Meine Vorstellung ist: „Volkstheater in die Großmarkthalle“ und ich stehe mit dieser Ansicht nicht alein! Mehr als 1000 Unterstützer einer Online-Petition,
    die dem OB übergeben wird, das Votum des BA 6 zur Unterstützung dieser Petition
    sowie Anträge des BA 6 zum Standort Großmarkthalle und eine BV-Empfehlung aus Sendling sind genau dieser Ansicht.
    Zur Prüfung des Standortes Großmarkthalle gibt es auch der Ludwigsvorstadt-
    Isarvorstadt eine entsprechende BV-Empfehlung.Bitte übergehen Sie diese Wünsche nicht „einfach so“.

Mit freundliche Grüßen
Wolfgang Garella

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Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

in ein gesundes und erfolgreiches 2016 wünschen wir unseren Lesern und Unterstützern.

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Volkstheaterstandort: Die Großmarkthalle wird untersucht…

…wenn es nach den Bürgern der Ludwigsvorstadt – Isarvorstadt geht! Ein entsprechender Antrag wurde in der Bürgerversammlung angenommen. Weiter wollte man nicht gehen, denn dem Antrag auf einen Bebauungsplan verbunden mit der Forderung „Volkstheater in die Großmarkthalle“ fand keine Mehrheit.

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Überwältigende Zustimmung fürs „Volkstheater in die Großmarkthalle“!

Der Bürgerversammlungsantrag unserer Mitinitiatorin Gabi Duschl zum Volkstheater in die Großmarkthalle wurde am Dienstag Abend von den SendlingerInnen mit überwältigender Mehrheit und unter großem Applaus angenommen! Weiterlesen

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Bürgerversammlungen in Sendling und der Isarvorstadt

Wichtige Termine für die Beteiligung der Bürger an der Stadtpolitik stehen an:

Am Dienstag, 27.10. um 19:00 h in der Dreifach-Turnhalle in der Gaißacher Str. 8 für Sendling und

am Donnerstag, 12.11. um 19:00 h im Zunfthaus für die Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt.

Gute Gelegenheiten, Ihr persönliches Anliegen vorzutragen und in Form eines Antrages auf den Weg in die Stadtpolitik zu bringen: Anträge werden im Stadtrat behandelt! Weiterlesen

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Bürgerbeteiligung am 13. 10. um 18:00 h im Wirtshaus im Schlachthof

Bürgerbeteiligung. Ein großes Wort. Hoffentlich erschöpft diese sich nicht im Lauschen einer Podiumsdiskussion und im Anschauen weiterer Studentenentwürfe.

Information mit Ausstellung und Diskussion von Studierendenarbeiten zum Thema
„Zukunft Viehhof“ am Dienstag, 13. 10. 2015 um 18.00 Uhr
Wirtshaus im Schlachthof, Zenettistr. 9
Infoblatt als PDF abrufbar unter http://www.muenchen.info/ba/02/docs/2015-Plakat-Diskussion-Viehhof.pdf

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Blitzgescheit dank Vorbescheid

In der Sitzung am letzten Mittwoch wurde in etwa zwei Stunden ausgiebig über das Projekt Volkstheater im Viehhof diskutiert. Eine recht schöne Zusammenfassung liefert Frau Lotze in der Süddeutschen .

Seit dieser Sitzung ist es nun also offiziell: Cirka 9.300 m² Fläche benötigt der Bau des Volkstheaters!
Damit bewegt sich die Planung keineswegs mehr im Rahmen des Stadtratsbeschlusses, wie der Vertreter des Kulturreferates behauptete, sondern überschreitet den Rahmen um 50%! Genau wie die Grundstückskosten: Hier reden wir von ca. 2,5 Mio. € Mehrkosten!

Es sei kein Problem, bis 2020 den Bau zu realisieren, wird aus dem Kulturreferat gesagt: Weiterlesen

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Viehhof: Jetzt schlägt’s 13!

Genauer gesagt: Dem kleinen Gebäude der Zenettistraße 13 soll nach dem Willen des Kommunalreferates die letzte Stunde schlagen!
Es soll abgerissen werden und die dort ansässigen Gewerbetreibenden sollen Parkplätzen und Bierbänken weichen – zumindest sagt das der im BA behandelte Vorbescheidsantrag. Mit diesem Mittel der Bauordnung sollen schon vorab Fakten geschaffen werden.
Und es ist eine deutliche Antwort auf den Wunsch der Gewerbetreibenden zur Koexistenz! Weiterlesen

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